19.10.2020, 10:39

40 Jahre Audi quattro: «Vom Ur-quattro zum E-quattro»

  • Jubiläumsfeier anlässlich 40 Jahre Audi quattro in Partnerdestination Andermatt
  • Expertentalk mit den Audi Sport Legenden Harald Demuth und Marco Werner
  • Ausfahrt mit Audi quattro Ikonen und dem Audi e-tron Sportback
  • Audi produzierte bis heute rund 10,5 Millionen Autos mit quattro-Antrieb
  • E-Quattro: Audi e-tron S nutzt das elektrische Torque Vectoring
  • Die Schweiz das «quattro-Land»

Cham / Andermatt, 19. Oktober 2020 – Eine Erfolgstechnologie von Audi feiert dieses Jahr runden Geburtstag: Der quattro-Antrieb wird 40 Jahre alt. Seit der quattro 1980 auf dem Genfer Automobilsalon debütierte, hat sich das Prinzip der vier angetriebenen Räder zu einer der stärksten Säulen der Marke entwickelt. Bis heute hat Audi knapp 10,5 Millionen Autos mit quattro-Antrieb produziert. Die Jubiläumsfeier zum 40sten Geburtstag des Audi quattro fand im exklusiven Rahmen am 13. und 14. Oktober statt. 

Das Highlight des Anlasses waren mehr als 20 historische Audi quattro Modelle, die am zweiten Tag der Feier für eine Ausfahrt den Gästen zur Verfügung gestellt wurden. Besonderer Dank gilt den privaten Besitzern der Raritäten, denn Audi Schweiz wurde, dank der Unterstützung der Markenliebhaber, eine breite Palette von quattro Modellen zur Verfügung gestellt. Das Highlight des Anlasses waren mehr als 20 historische Audi quattro Modelle, die am zweiten Tag der Feier für eine Ausfahrt den Gästen zur Verfügung gestellt wurden. Besonderer Dank gilt den privaten Besitzern der Raritäten, denn Audi Schweiz wurde, dank der Unterstützung der Markenliebhaber, eine breite Palette von quattro Modellen zur Verfügung gestellt. Anwesend waren: Der „Vater“ VW Iltis, Urquattros ab 1981, Audi quattro 20V Modelle, Gruppe 4 Rally Fahrzeuge, ein Treser quattro Cabrio, wovon nur 30 Stück gebaut wurden und zwei Audi Sport quattro, von dem nur 220 Stück existierten.  Jetzt folgt das nächste Kapitel der Erfolgsstory: Die vollelektrischen Audi e-tron S und e-tron S Sportback nutzen das elektrische Torque Vectoring.

Seit nunmehr als 40 Jahren ist der permanente Allradantrieb quattro technische Kernkompetenz und eine tragende Säule der Marke Audi. Anlässlich des Geburtstages feierte Audi Schweiz mit renommierten Legenden der Zeit dieses Jubiläum gebührend. Es wurde die einmalige Gelegenheit geboten, diverse Audi quattro Ikonen der letzten 40 Jahre auf den schwungvollen Strassen der Region Luzern hautnah zu erleben. Vor Ort wurde der Anlass durch einen feierlichen Apero eingeleitet, gefolgt von einem Expertengespräch, moderiert von Dino Graf, Leiter AMAG Group Communication mit den Audi Sport Legenden Harald Demuth und Marco Werner.

Dieter Jermann, Brand Director Audi Schweiz eröffnete den Expertentalk mit dem aktuellen Stand der Entwicklung des e-quattro Antriebs. Jermann erläuterte weiter die Innovation mit 40 Jahren Erfahrung sowie die neusten technischen Entstehungen der Marke mit den vier Ringen - das Torque Vectoring, das erstmals in Serie im neuen Audi e-tron S, welcher ab November für Testfahrten bei den Schweizer Händlern bereit steht, verfügbar ist. 


Die Audi Sport Legenden, Harald Demuth und Marco Werner wurden von Dino Graf, Leiter AMAG Group Communication im Rahmen des Expertengesprächs zum quattro Antrieb interviewt. Insiderwissen und persönliche Erlebnisse aus einer unvergesslichen Zeit wurde preisgegeben. 

Weltpremiere des Audi quattro am Salon in Genf 1980

Im März 1980 sorgte während des Genfer Automobilsalons ein allradgetriebenes, sportliches Coupé für gewaltiges Aufsehen. Erstmals wurde mit dem Audi quattro ein Hochleistungsfahrzeug mit Allradantrieb angeboten, einem Antriebskonzept, das bis dahin nur bei LKW und Geländewagen Verwendung gefunden hatte. Die Idee zu einem solchen vierradgetriebenen Personenwagen war im Winter 1976/77 bei Testfahrten mit dem für die Bundeswehr bei Audi in der Entwicklung befindlichen VW Iltis Geländewagen aufgekommen. Das hervorragende Fahrverhalten dieses Geländewagens auf Eis und Schnee führte zu der Überlegung, den Allradantrieb des VW Iltis in einen serienmässigen Audi 80 einzubauen.

Die Testfahrten vermochten zu überzeugen. Das Ergebnis war ein sportliches Audi Coupé mit Namen quattro. Für den Vorschub sorgte eine auf 147 kW / 200 PS leistungsgesteigerte Variante des im Herbst 1979 vorgestellten 2,2 Liter Fünfzylinder-Turbomotors.

Sein motorsportliches Debüt gab der Audi quattro Anfang 1981 bei der Jänner-Rallye in Österreich. Das Allrad-Kraftpaket aus Ingolstadt hat von da an die internationale Rallye- und Rennszene revolutioniert.


Imagewandel: Damals wie heute – alle 40 Jahre 

«Vorsprung durch Technik»: Auch wenn Audi diesen Slogan bereits seit 1971 verwendet, hat er seine volle Wirkung effektiv erst mit dem Audi quattro 1980 erreicht. Der «quattro» war das Synonym auf vier Rädern. Vor der Einführung des stromlinienförmigen Audi 100 (Generation C3) war es der Audi quattro, der die Branche durchschüttelte und die Marke mit den vier Ringen ging damit den ersten Schritt ins Premiumsegment. Von der Fachpresse wurde das Fahrzeug weltweit, unter Verwendung zahlreicher Superlative, als Sensation gefeiert. 

Nach nun 40 Jahren startet Audi im Oktober 2020 eine neue Markenkampagne. Audi definiert „Vorsprung“ neu und stellt den Menschen mit seinen Werten und Bedürfnissen in seiner nachgeschärften Markenstrategie in den Mittelpunkt. Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Design sind weiter die zentralen Themen. Die neue globale Markenkampagne mit dem Leitspruch „Future is an attitude“ verdeutlicht die Transformation hin zur nachhaltigen und digitalen Premiummobilität

Langfristige Elektrifizierungsstrategie

Audi Der Audi Vorstand hat sich klar für eine Elektro Markenstrategie entschieden. 2019 lancierte Audi das erste vollelektrische Fahrzeug, den Audi e-tron. 2020 folgten bereits weitere elektrische Fahrzeuge wie der Audi e-tron Sportback, sowie zahlreiche Plug-in-Hybride. Im Jahr 2025 soll, inklusive Plug-in-Hybriden, jeder zweite Audi als Elektromodell verkauft werden. Die Marke Audi steht klar für Design, Connectivity und Experience und die Kundenzufriedenheit ist das oberste Gebot, um führender CO2-neutraler Premium-Mobilitätsanbieter zu werden. Eine vollkommen klimaneutrale Entwicklung und Produktion wird nach 2030 prognostiziert. 

Die Schweiz das «quattro-Land» - Legenden und gesetzliche Änderungen

Der quattro war natürlich das Auto für die Schweiz und das Interesse entsprechend gross. Die Schweiz wurde schnell zum «quattro-Land». Eine weitere Begebenheit sollte dies noch festigen. 1984 führte die AMAG in Davos einen Anlass mit Rallye-Weltmeister Hannu Mikola und dem Audi quattro durch. Gleichzeitig sollte die Bündner Polizei eingeschneite Personen auf dem Flüela Pass holen. Mit dem damaligen Polizeifahrzeug war es nicht möglich, auf den Pass zu fahren. Mikola sprang ein und fuhr mit einem Polizisten im quattro problemlos hoch – auf Sommerreifen. Der Legende nach soll dieses Ereignis einen derartigen Eindruck hinterlassen haben, dass ab diesem Moment die Regelung für Ketten dahingehend gelockert wurde, dass seither an Allradfahrzeugen keine Ketten mehr montiert werden müssen bei Kettenpflicht.

Neuste Technologie – Audi e-tron S nutzt das elektrische Torque Vectoring

Audi setzt seine Elektro-Offensive konsequent fort – mit dem neuen Audi e-tron S und dem neuen Audi e-tron S Sportback. Jedes der beiden rein elektrisch angetriebenen S-Modelle nutzt drei E-Motoren, von denen zwei an der Hinterachse arbeiten. Ihre intelligente Antriebsregelung hebt die Fahrsicherheit und vor allem die Fahrdynamik auf ein neues Niveau: Zum elektrischen Allradantrieb kommt das elektrische Torque Vectoring mit aktiver und vollvariabler Momentenverteilung an der Hinterachse. 

In der Fahrstufe S stellen sie für acht Sekunden ihre volle Boost-Performance bereit – 370 kW Leistung und 973 Nm Drehmoment. Der Standardsprint dauert 4,5 Sekunden, bei 210 km/h endet die Beschleunigung. Die neuen S-Modelle haben zwei E-Maschinen an der Hinterachse und eine an der Vorderachse – sie sind die weltweit ersten Elektroautos mit drei E-Motoren, die in Grossserie vom Band fahren. Ihr Antriebslayout nutzt das Baukastenprinzip: Die leistungsstärkere E-Maschine, die beim Audi e-tron 55 die Hinterachse antreibt, ist jetzt in angepasster Bauweise an der Vorderachse montiert. Der vordere Elektromotor aus dem e-tron 55 arbeitet gemeinsam mit einem baugleichen Pendant und einzelnen Modifikationen im Heck.

Die Erfolgsbilanz

Seit 1980 wurden knapp 10,5 Millionen Autos mit quattro-Antrieb produziert

Bilanz 2019: 804’224 produzierte quattro-Modelle weltweit, quattro-Technologie ist selbstverständlich für alle leistungsstarken Audi


Die mechanischen quattro-Technologien

Breit aufgefächertes Technikprogamm: permanenter Allradantrieb quattro, quattro mit ultra-Technologie für Modelle mit längs eingebautem Frontmotor; dazu Sportdifferenzial für viele Topmodelle quattro mit Lamellenkupplung für die Modelle mit Quermotor und den Sportwagen R8


Der elektrische Allradantrieb

Audi e-tron und e-tron Sportback mit zwei unabhängig voneinander geregelten E-MaschinenAudi e-tron S und e-tron S Sportback mit drei E-Antrieben, davon je zwei Elektromotoren an der Hinterachse, mit elektrischem Torque Vectoring


Die Technik-Meilensteine

Jahre 1980 bis 1999: Ur-quattro von 1980 und Sport quattro (1984) mit manuell sperrbarem Mitteldifferenzial, 1986 Torsen-Differenzial, 1999 TT und A3 mit quer eingebautem Motor und quattro-Antrieb mit Viscokupplung 

Jahre 2000 bis 2020: 2005 Mitteldifferenzial mit asymmetrisch-dynamischer Grundverteilung, 2007 Audi R8 mit Viscokupplung, 2008 Sportdifferenzial, 2016 quattro mit ultra-Technologie

quattro im Motorsport

1980er Jahre: Von 1982 bis 1984 vier Titel in der Rallye-WM, 1985 bis 1987 drei Siege im Bergrennen am Pikes Peak; danach grosse USA-Erfolge in der TransAm- und IMSA GTO-Serie

1990er Jahre: 1990 und 1991 Fahrer-Meisterschaften in der DTM, 1996 sieben Titel in sieben nationalen Super-Tourenwagen-Meisterschaften in einer Saison

2010er Jahre: Drei Le Mans-Siege und vier WEC-Titel durch den Audi R18 e-tron quattro

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